Programm

Bester Kriminalroman 2020
Jürgen Heimbach
Lesung „Vorboten“ und „Die rote Hand“
Do 10. 6., 20:00 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben

Die jüngere Vergangenheit spielt in Jürgen Heimbachs Kriminalromanen eine große Rolle. Dabei verwebt er geschickt reale Ereignisse mit einer fiktiven Handlung.

In seinem 2019 erschienen Roman „Die Rote Hand“ waren es die Aktivitäten einer Unterorganisation des französischen Auslandsgeheimdienstes mit diesem Namen. Sie bedrohte und ermordete in den 1950er Jahren Unterstützer der algerischen Befreiungsbewegung, so auch im März 1959 einen Waffenhändler in Frankfurt/M., der mit einer Autobombe getötet wurde. „Die Rote Hand“ wurde mit dem Glauser Preis 2020 als Bester Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet.

In seinem gerade erschienenen Buch „Vorboten“ geht Heimbach zeitgeschichtlich noch weiter zurück, in das französisch besetzte Rheinland der 1920er Jahre. Der Protagonist Wieland Göth kehrt ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg in sein besetztes Heimatdorf zurück. Abgeblätterte Plakate künden von dem Verschwinden einer jungen Frau – Göths Schwester. Ein ehemaliger russischer Zwangsarbeiter wird verdächtigt, sie ermordet zu haben. Göth versucht, ihr Verschwinden zu verstehen, aber die Dorfbewohner haben ihr Urteil längst gefällt. Als ein Separatist ermordet wird, heizt sich die Stimmung immer mehr auf. In Hinterzimmern und in Predigten verschleiert fordern nationale Kräfte die Freiheit des deutschen Volkes. Wieland Göth gerät zwischen die Fronten und muss bald nicht nur sein eigenes Leben schützen.

Foto: Elisa Biscotti

Karten sind erhältlich ab 1. Mai

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